Kronen Zeitung, Sonntag, 6. August 2006
(Heinz Prüller, Budapest):

Die schnelle Bianca "pfiff" auf Puppen
Eine hübsche 16-Jährige aus Österreich lässt in der Formel Renault aufhorchen:
Tests in der GP 2 sind bereits geplant...

Die hübsche junge Dame, die gestern mit Ungarn-GP-Chef Thomas Frank und Flavio Briatore in Bernie Ecclestones schwarzes Luxusmobil durfte - vielleicht Österreichs nächste große Rennsporthoffnung? Bianca Steiner, erst 16 Jahre alt und aus Sollenau, ist die Sensation der ungarischen Formel Renault, für die sie schon mit 16 die Lizenz bekam: Erste in der Klasse 1600 ccm, Vierte gesamt, hat auch in der Formel BMW imponiert, bei Vergleichstests mit den Formel-1-erfahrenen Hanoch Missany und Tocacello sehr gut abgeschnitten - und 2007 fährt sie in der Formel-Renault-2-Liter in Italien. So ähnlich haben auch Räikkönen, Massa und so weiter begonnen. Schon werden für Bianca Testfahrten in der GP 2 arrangiert - die Serie direkt unter der Formel 1. Bernie Ecclestone versprach, zu helfen. Eine schnelle junge Lady hat er sich immer gewünscht...

Bianca, Tochter eines Schlossermeisters, hat "nie mit Puppen gespielt, immer nur mit Rennautos." In ihrer Glasvitrine stehen viele Pokale, seit sie 9-jährig mit Kart-Rennen angefangen hat. "Hat mir unheimlich Spaß gemacht. Aber ich hätte nie gedacht, dass es so weitergeht."

Popstar-Poster hängen keine in ihrem Zimmer, sondern Fotos der berühmten Piloten. "Ayrton Senna war mein Idol, weil er so aggressiv überholte. Und von den heutigen Stars Kimi Räikkönen." Immer ihr Ziel: "Die Buben schlagen und jetzt die Männer besiegen." Der gleiche charmante Ehrgeiz wie bei Michele Mouton, Rallye-Sensation von seinerzeit: "Ich will Gesamtsiege, keine Damenpokale - es gibt ja auch keine Herrenpokale." Und wenn einmal der Freund dagegen ist? "Der muss sich dann entscheiden: Ich als Rennfahrerin - oder halt ohne mich..."

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